An der Schule meiner Kinder gibt es eine selbstgebaute Tür mit einem Glitzervorhang, goldenen Sternen, einer Fee und einem Zauberer. Sie heißt die Magic Door, und durch sie gehen die Kinder am Ende jedes Schuljahres in das nächste. Erst verabschieden sie sich von den alten Lehrerinnen, mit Tränen und langen Umarmungen. Dann gehen sie durch die Tür. Und auf der anderen Seite begrüßen sie die neuen Lehrerinnen, erst einmal nur per Handschlag.
In dieser Folge nehme ich dich mit durch diese Tür. Denn was Achtjährige dort ganz selbstverständlich machen, bekommen die meisten Führungskräfte über die Jahre nicht mehr hin: einen Übergang sauber gestalten. Wir stehen am Anfang der zweiten Jahreshälfte, und ich stelle dir die Frage, die zählt. Bist du eigentlich schon durch deine Tür gegangen, oder heizt du noch die alte Wohnung?
Du erfährst, warum der Abschied der wichtigste und meistübersprungene Schritt ist, warum du durch die Tür gehen musst, bevor du dir sicher bist, und warum sich deine zweite Jahreshälfte am Anfang ruhig noch nach Handschlag anfühlen darf und noch nicht nach Umarmung.
Die drei Reflexionsfragen aus der Folge:
Wovon hast du dich aus der ersten Jahreshälfte verabschiedet, und was schleppst du noch mit, obwohl du es längst hättest loslassen müssen?
Stehst du schon auf der neuen Seite, oder klemmst du noch in der Tür?
Worauf freust du dich, auch wenn es sich heute erst nach Handschlag anfühlt und noch nicht nach Umarmung?
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